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	<title>Rüdiger schreibt... &#187; Neuigkeiten</title>
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	<description>...was mich bewegt</description>
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		<title>Monatsbericht</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 14:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach langer langer Zeit melde ich mich nun mal wieder zur&#252;ck und zwar mit meinem ersten Monatsbericht, den ich hier gerne zeigen m&#246;chte.
Ich denke, dass man damit zun&#228;chst genug zu tun hat. In der kommenden Woche werde ich noch mehr &#252;ber SMV, Jahrbuch und Fu&#223;ball erz&#228;hlen. Die Punkte, die ich mir vorgenommen habe und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach langer langer Zeit melde ich mich nun mal wieder zur&#252;ck und zwar mit meinem ersten Monatsbericht, den ich hier gerne zeigen m&#246;chte.</p>
<p>Ich denke, dass man damit zun&#228;chst genug zu tun hat. In der kommenden Woche werde ich noch mehr &#252;ber SMV, Jahrbuch und Fu&#223;ball erz&#228;hlen. Die Punkte, die ich mir vorgenommen habe und in die ich in der n&#228;chsten Woche etwas Klarheit bringen m&#246;chte&#8230;</p>
<p><a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZW5zcy5ldS9ibG9nL3dwLWNvbnRlbnQvdXBsb2Fkcy8yMDA4LzEwL21vbmF0c2JlcmljaHRfMS5wZGY=">monatsbericht_1 als PDF</a></p>
<h3>Monatsbericht aus Pal&#228;stina</h3>
<p>In dem folgenden Bericht m&#246;chte ich euch allen einen kleinen Einblick in den ersten Monat meines<br />
Freiwilligendienstes hier in Pal&#228;stina geben.</p>
<p>Verschiedene Eindr&#252;cke m&#246;chte ich gerne weiter geben und da ich in einem Monatsbericht leider<br />
nicht &#252;ber jeden Tag des Monats vollkommen ausf&#252;hrlich berichten kann, werde ich mich auf die<br />
interessantesten Erfahrungen beschr&#228;nken.</p>
<p>Nachdem alle Freiwilligen der Nahostgruppe der Weltweiten Initiative gemeinsam am 28.08.2008<br />
in Frankfurt ins Flugzeug stiegen, gab es kaum Probleme. Ein Problem, das jedoch doch<br />
angesprochen werden sollte, ist das Tobias, der seinen Freiwilligendienst im SOS- Kinderdorf in<br />
Bethlehem verbringen wird, am Zoll&#252;bergang doch genauer befragt wurde.</p>
<p>Tobias wurde in einen abgelegenen Raum gebracht und von sechs Israelis sehr genau befragt und<br />
das immer wieder, doch nach ungef&#228;hr drei&#223;ig Minuten stie&#223; er dann, zwar etwas blass, aber sehr<br />
erleichtert doch wieder zu uns.</p>
<p>Er wurde vor allem &#252;ber Reiseort gefragt, vielleicht ahnten die israelischen Zollbeamten doch dass<br />
er keinen Urlaub nach Jerusalem machen w&#252;rde, sondern einen 12-monatigen Freiwilligeneinsatz in<br />
Pal&#228;stina.</p>
<p>Die n&#228;chsten Tage waren relativ ruhig, wir versuchte1n uns in die Umgebung einzuleben und uns<br />
auch die Gegend etwas n&#228;her anzuschauen, also Bethlehem, Jerusalem und sp&#228;ter auch Ramallah,<br />
die inoffizielle Hauptstadt Pal&#228;stinas.</p>
<p>Man merkt sicherlich in den arabischen St&#228;dten und Umgebungen eine sehr von uns differenzierte<br />
Mentalit&#228;t, auf die ich noch einige Male eingehen m&#246;chte und die in den folgenden Erfahrungen<br />
hoffentlich deutlich wird.</p>
<p>Wenn man durch die Stra&#223;en l&#228;uft, wird man alle zehn Meter von einem Taxi angehupt, man k&#246;nnte<br />
geradezu denken, die Taxifahrer w&#228;ren sauer auf uns, weil wir ihnen im Weg stehen w&#252;rden oder<br />
weil sie uns hier nicht haben m&#246;chten. Es betrifft aber voll und ganz das Gegenteil: sie wollen uns<br />
nur anbieten, mehr oder weniger preiswert mit dem Taxi eine Strecke zur&#252;ckzulegen. Innerhalb<br />
Bethlehems zahlt man hierf&#252;r zwischen 10 und 20 NIS, was umgerechnet zwischen zwei und f&#252;nf<br />
Euro ist, also wirklich nicht teuer.</p>
<p>Eine andere Fortbewegungsm&#246;glichkeit ist der Bus, bei diesem ist speziell, dass es &#252;berhaupt keine<br />
Buszeiten gibt, man stellt sich einfach an die Stra&#223;e und wartet. Kommt dann endlich nach zwei<br />
Minuten oder nach einer halben Stunde der erw&#252;nschte Bus, h&#228;lt man seine Hand raus, wo auch<br />
immer man steht und bringt somit den Busfahrer zum Anhalten.</p>
<p>Doch m&#246;chte ich in diesem Zusammenhang auch auf die sogenannten Checkpoints zu sprechen<br />
kommen. Sehr h&#228;ufig wurden hier Checkpoints von den Israelis aufgebaut, an welchen die<br />
Pal&#228;stinenser sehr gr&#252;ndlich kontrolliert werden.</p>
<p>Wenn man also beispielsweise mit einem Bus &#252;ber einen Checkpoint f&#228;hrt. F&#228;hrt der Bus rechts ran<br />
und die Pal&#228;stinenser steigen alle aus. Lediglich &#228;ltere Leute und Kinder d&#252;rfen sitzen bleiben.<br />
Au&#223;erdem auch Europ&#228;er, aber ich halte es f&#252;r etwas respektlos sich somit &#252;ber die Pal&#228;stinenser zu<br />
stellen.<br />
Sobald die Pal&#228;stinenser ausgestiegen sind, stellen sie sich in einer Reihe auf und geben den<br />
israelischen Soldaten, die schwer bewaffnet sind, ihren Ausweis und steigen wieder in den Bus.<br />
Nun kann es von wenigen bis vielen Minuten dauern, bis die Ausweise kontrolliert wurden oder bis<br />
die Israelis wieder Lust haben die Ausweise zur&#252;ck zu geben. Aber sie geben die Ausweise auch<br />
nicht einzeln, sondern unsortiert dem Busfahrer zur&#252;ck, der sie dann verteilen darf.</p>
<p>Die Pal&#228;stinenser durchleben ihren Tag die meiste Zeit dennoch sehr ruhig, sehr langsam und sie<br />
lassen sich bei allem sehr viel Zeit. Durch beispielsweise vieles Hupen auf den Stra&#223;en kommt uns<br />
das zwar im ersten Moment sehr stressig vor, sobald es jedoch zum Essen geht, bemerkt man das<br />
erste Mal echten Stress.</p>
<p>Da flippen sie vollkommen aus, dann herrscht die pure Hektik. Speziell im Fastenmonat der<br />
Moslems &#8211; dem Ramadan, welcher im September ist. Hier essen die Moslems nur vor dem<br />
Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang und sobald das &#8221; Fastenbrechen&#8221; beginnt, ist der<br />
Teufel los.</p>
<p>Eine andere kleine Erfahrung m&#246;chte ich nun schildern.<br />
Man denkt h&#228;ufig, in Pal&#228;stina g&#228;be es zu wenig Regeln. Beispielsweise interessiert sich absolut<br />
niemand f&#252;r Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Regeln wie &#8220;rechts vor links&#8221; im<br />
Stra&#223;enverkehr.</p>
<p>Als wir jedoch mit dem Servicetaxi (einem Achtsitzer) von Bethlehem nach Ramallah wollten,<br />
wurden uns inoffizielle Regeln sehr deutlich gemacht. Wir hielten ein Servicetaxi schon in<br />
Bethlehem an und machten dem Fahrer klar, er solle uns zu Servicetaxistation fahren, weil wir uns<br />
dort mit dem Rest trafen.</p>
<p>Als wir dann an der genannten Station ankamen, an der ca. 200 Taxis stehen, erz&#228;hlten wir unserem<br />
Taxifahrer dann wir w&#252;rden nach Ramallah wollen. So sagte dieser prompt, ich fahre euch. Jedoch<br />
waren damit all seine Kollegen &#252;berhaupt nicht zufrieden.<br />
Denn es gibt wohl ein inoffizielles Gesetz, dass wenn wir zur Station gefahren werden, f&#228;hrt uns ein<br />
anderer Taxifahrer, der schon l&#228;nger auf Kunden wartet, weiter. Folglich hatten wir in wenigen<br />
Sekunden um die 30 w&#252;tende Araber um das Taxi herum, die wie wild auf unseren Taxifahrer<br />
einschrien. Ein sehr unangenehmes Gef&#252;hl, f&#252;r mich pers&#246;nlich, weil ich vorne neben dem Fahrer<br />
sa&#223;, mit offenem Fenster.<br />
Mit unserem noch sehr schwachen arabisch meinten wir zu verstehen, dass unser Taxifahrer auch<br />
die L&#252;ge brachte, wir h&#228;tten ihn von Talitha Kumi angerufen und ihn bestellt. In einem solchen Fall<br />
h&#228;tte er uns nach Ramallah fahren d&#252;rfen.<br />
Im Endeffekt hat sich die Sache halb gekl&#228;rt und halb fuhr der Taxifahrer einfach los.<br />
Als Fazit kann ich sagen, dass mich eine solche Situation schon sehr geschockt, aber auch</p>
<p>beeindruckt hat. Au&#223;erdem hatte ich auch &#252;berhaupt kein gutes Gef&#252;hl dabei, von 30 w&#252;tenden<br />
Arabern umringt zu sein, auch wenn deren Aggression sich absolut nicht gegen uns richtete und wir<br />
deshalb auch nicht gef&#228;hrdet waren.<br />
Eines anderen Tages hatten wir die Absicht, uns alle in Talitha zu treffen um einige Visums -<br />
Angelegenheiten zu kl&#228;ren. Wir wunderten uns schon als zur vereinbarten Zeit weder die beiden<br />
Freiwilligen aus Bethlehem noch die drei Freiwilligen aus Jerusalem da waren. Zwar ist es normal,<br />
dass man in der Umgebung hier generell zehn bis f&#252;nfzehn Minuten zu sp&#228;t kommt, aber f&#252;r unsere<br />
&#8220;Deutschen&#8221; war das doch noch eher untypisch.<br />
Als erstes trafen die Bethlehemer ein, die die folgende Geschichte zu erz&#228;hlen hatten.<br />
Sie fuhren wie immer mit dem Taxi die Strecke, die nach Talitha die schnellste Strecke ist. An einer<br />
Kreuzung jedoch war ein Tumult zu sehen, der gr&#246;&#223;er als normal schien. Die eigentliche Strecke<br />
war durch unglaublich viele Leute versperrt und von weitem sah man Feuer und man h&#246;rte auch<br />
Sch&#252;sse, weiterhin sah man Milit&#228;r. Der Taxifahrer schrie andauernd aus dem Taxi &#8220;shu? shu?&#8221;(was<br />
ist los, was ist los?) Doch er bekam keine Antwort, schlug einen anderen Weg ein und fuhr die<br />
beiden sicher nach Talitha.<br />
Die Beiden waren nat&#252;rlich ziemlich geschockt, in den n&#228;chsten Tagen bekamen wir dann mit, was<br />
los war.<br />
Die Israelis hatten einigen H&#228;usern der besagten Stra&#223;e seit &#252;ber einer Woche das Wasser abgestellt.<br />
An diesem Tag z&#252;ndeten die Pal&#228;stinenser Reifen an, woraufhin einige Sch&#252;sse mit<br />
Gummigeschossen fielen.<br />
F&#252;r uns alle war dies ein gro&#223;er Akt. Jedoch bekamen wir dann mit, dass man sich &#252;ber eine solche<br />
Situation keine Sorgen machen br&#228;uchte und das dies h&#228;ufiger passieren w&#252;rde.<br />
Ein weiterer Eindruck, der eigentlich f&#252;r sich sprechen sollte. Alle Freiwilligen hatten &#252;ber zwei<br />
Wochen einen Intensiv-Arabisch-Kurs. Die Lehrerin ist eine ungef&#228;hr 60- j&#228;hrige Pal&#228;stinenserin,<br />
die in Bethlehem lebt. Am 11. September kamen wir zuf&#228;llig auch auf den Terroranschlag in den<br />
USA vom 11. September 2001 zu sprechen. Wie es so kam, fragte uns unsere Lehrerin, ob wir auch<br />
der Meinung w&#228;ren, dass die Araber diesen Anschlag ver&#252;bt haben.<br />
Wir erkl&#228;rten ihr, dass es unseres Wissen erwiesen w&#228;re, dass der Anschlag arabischen Menschen<br />
zugrunde liege. Sofort meinten unsere Lehrerin und auch ihr Mann, der soeben hinzugesto&#223;en war,<br />
dass &#8220;die Juden&#8221; diesen Anschlag ver&#252;bt h&#228;tten.<br />
Wir waren allesamt sehr erstaunt &#252;ber diese Meinung und fragten sogleich wie sie denn auf eine<br />
solche Idee k&#228;men. Daraufhin entgegneten sie uns, dass in den &#8220;Towers&#8221; zum Zeitpunkt der Tat<br />
keine j&#252;dischen Menschen anwesend gewesen seien. Woher sie dies nun w&#252;ssten, war unsere<br />
sofortige Frage, denn in Deutschland kam ein solcher Tatverdacht unseres Wissens nie ans Licht. Ja,<br />
aus den Zeitungen und aus dem Fernsehen h&#228;tte sie eine solche Verd&#228;chtigung entnommen.<br />
Hierbei muss sicherlich auch gesagt werden, dass es nicht nur eine Ver3mutung der Beiden war,<br />
sondern dass sie uns diese Art und Weise der Verd&#228;chtigung mit einer erschreckenden &#220;berzeugung<br />
erl&#228;utert haben.<br />
Wie man mit einer solchen Situation umgeht ist meiner Ansicht nach enorm schwierig, aber<br />
dennoch sind wir recht gut aus der Angelegenheit raus gekommen.</p>
<p>Wir versuchten den Beiden n&#228;mlich in Folge dessen darzulegen, dass unserer Meinung nach sowohl<br />
wir als auch sie von den Medien beeinflusst worden seien und sich so unsere Meinung bilden<br />
w&#252;rde. Diesen Ansatz haben sie verstanden und auch angenommen und erz&#228;hlten uns zumindest sie<br />
seien derselben Meinung<br />
Interessant und gleichzeitig erschreckend an dieser Geschichte finde ich sowohl die tats&#228;chliche<br />
Manipulation der Medien, als auch den Ausdruck &#8220;die Juden&#8221;.<br />
Zun&#228;chst zu der Manipulation der Medien.<br />
Niemals w&#228;re es in Deutschland m&#246;glich nach einer solchen Katastrophe sofort j&#252;dische Menschen<br />
verantwortlich zu machen, damit w&#252;rde n&#228;mlich die n&#228;chste Katastrophe folgen. N&#228;mlich das<br />
erneute Aufkommen der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands und den damit<br />
verbundenen &#8220;Judenhass&#8221;.<br />
Weiterhin finde ich es auch erw&#228;hnenswert, wie einseitig Informationen &#252;bermittelt werden. Ich war<br />
zum Zeitpunkt des Terroranschlages in den USA noch sehr jung und habe mich auch nicht<br />
vollkommen informiert, aber generell sollte man sich wohl, wenn m&#246;glich stets mehrere Medien<br />
anschauen, auch aus verschiedenen L&#228;ndern, denn ansonsten kann man sich gegen Vorurteile wohl<br />
kaum noch wehren.<br />
Zu dem Begriff &#8220;die Juden&#8221; m&#246;chte ich folgendes noch loswerden.<br />
Eine Pauschalisierung wie sie beispielsweise in Pal&#228;stina stattfindet finde ich bedauerlich. Denn die<br />
vorhandene Abneigung der Pal&#228;stinenser gegen&#252;ber Israelis ist f&#252;r mich in einer bestimmten Art<br />
und Weise nachvollziehbar, jedoch die Abneigung gegen&#252;ber Juden im Allgemeinen dagegen ganz<br />
und gar nicht.<br />
Ich m&#246;chte hiermit keine Taten der Pal&#228;stinenser rechtfertigen, aber wenn man sich die Besatzung<br />
und die menschliche, politische und l&#228;ndliche Unterdr&#252;ckung in vorm einer Mauer vor Augen f&#252;hrt,<br />
hilft dies vielleicht trotzdem Gedanken der Pal&#228;stinenser zumindest etwas zu verstehen.<br />
Zu meine4r Arbeit als Freiwilliger habe ich nun bisher noch nicht allzu viele Worte verloren. Damit<br />
m&#246;chte ich um ausf&#252;hrlich zu berichten auch noch etwas warten.<br />
Aber ich kann auch jetzt schon sagen, dass es sehr gut l&#228;uft.<br />
Der Unterricht ist sehr spannend, als Freiwilliger ist man zur Unterst&#252;tzung der Deutschlehrer im<br />
Unterricht und bereitet somit teilweise auch gemeinsam den Unterricht mit den Lehrern vor.<br />
Vor allen Dingen in Deutsch werde ich eingesetzt, jedoch gibt es auch Klassen, welche manche<br />
anderen F&#228;cher auch in Deutsch unterrichtet bekommen, so bin ich beispielsweise<br />
auch zum Teil im Mathematikunterricht dabei.<br />
Die Hausaufgabenbetreuung im Internat, nat&#252;rlich auch vor allem bei Deutschhausaufgaben, aber<br />
auch in Englisch ist interessant, aber zum Teil auch sehr anstrengend.</p>
<p>Das Patenschaftsprogramm, mit dem sich die Freiwilligen besch&#228;ftigen, hat vor einigen Wochen<br />
begonnen und ist schon sehr aufwendig. Es sollen die Kinder bei dem Schreiben an ihre Paten in<br />
Deutschland und England unterst&#252;tzt werden und es muss dar&#252;ber hinaus einiges organisatorisches<br />
erledigt werden. Es m&#252;ssen beispielsweise Fotos der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler gemacht werden, es<br />
m&#252;ssen Adressen auf Briefen hinzugef&#252;gt werden und Briefe m&#252;ssen &#252;berpr&#252;ft werden.<br />
Eine in Abschnitten sehr zeitintensive Arbeit, aber sie macht Spa&#223;.<br />
Ein weiterer gro&#223;er Punkt ist die Betreuung des G&#228;stehauses: F&#252;hrungen werden durchgef&#252;hrt,<br />
Konferenzr&#228;ume hergerichtet, zum Teil auch an den Konferenzen teilgenommen und die K&#252;che<br />
wird unterst&#252;tzt<br />
Au&#223;erdem habe ich versucht mich etwas in die Sch&#252;lerverwaltung an der Schule hier einzubringen.<br />
Diese ist definitiv nicht mit einer Sch&#252;lerverwaltung in Deutschland zu vergleichen, aber es ist<br />
schon bemerkenswert, dass es eine Sch&#252;lerverwaltung gibt.<br />
Sie ist inzwischen schon gew&#228;hlt und die erste gro&#223;e Aufgabe ist die &#220;berarbeitung der Satzung.<br />
Dabei m&#246;chte ich den Sch&#252;lern gerne helfen und versuche mich folglich einzubinden<br />
Ansonsten m&#246;chte ich gerne einige Projekte mit ihnen gemeinsam durchf&#252;hren, wie eine Art &#8220;send<br />
a rose&#8221; wie man es aus Konstanz kennt. Au&#223;erdem hoffentlich auch ein Sportturnier..<br />
Weiterhin werde ich wohl in das Jahrbuch stark eingebunden werden- m&#246;glicherweise vergleichbar<br />
mit einer Chronik.<br />
Eine Anekdote zum Thema Unterricht m&#246;chte ich an dieser Stelle noch mitteilen.<br />
Neben der Hilfe direkt im Unterricht, habe ich auch die Aufgabe einen Sch&#252;ler aus der 10. Klasse<br />
einmal w&#246;chentlich Einzelunterricht zu geben.<br />
Er hat bis zur 5. Klasse in Deutschland gelebt und ist somit ein Muttersprachler, seine Eltern sind<br />
jedoch beide Pal&#228;stinenser und so kam er nach der 5. Klasse nach Pal&#228;stina.<br />
Was ich aber eigentlich mitteilen m&#246;chte sind seine Aussagen zum Leben und zur Schule, denn er<br />
kennt schlie&#223;lich beide Seiten sehr gut.<br />
Ihm gefiel es in Deutschland seiner Aussage nach sehr gut, aber ihm gef&#228;llt es erstaunlicher Weise<br />
trotz der Besatzung in Pal&#228;stina besser. Das obwohl er in Jerusalem wohnt und t&#228;glich &#252;ber den<br />
Checkpoint zur Schule muss. Einerseits sagt er, dass die Schule in Pal&#228;stina lockerer ist, was<br />
nat&#252;rlich f&#252;r einen Sch&#252;ler sehr wichtig ist. Aber er h&#228;lt das Schulsystem auch f&#252;r effektiver, er<br />
meinte, dass er mehr lerne, weil es ihm mehr Spa&#223; machen w&#252;rde. Au&#223;erdem sagte er mir, dass es<br />
schlie&#223;lich seine echte Heimat sei und er sich auch deswegen verpflichtet f&#252;hlen w&#252;rde in Pal&#228;stina<br />
zu leben.<br />
Obwohl ich nun schon fast mit meinem ersten Monatsbericht fertig war, m&#246;chte ich doch noch eine<br />
Geschichte von mir erz&#228;hlen.<br />
Nachdem ich durch Bethlehem gelaufen bin, wollte ich nach einiger Zeit mit dem Bus zur&#252;ck nach<br />
Talitha Kumi fahren. Also habe ich auf einer Mauer auf den Bus gewartet. Nach wenigen Minuten<br />
kam ein Araber zu mir und sprach mich schlichtweg an. Woher ich kommen w&#252;rde und was ich in<br />
Pal&#228;stina machen w&#252;rde. Wahrheitsgetreu antwortete ich ihm, dass ich ein Freiwilliger sei, der aus<br />
Deutschland komme. Nach kurzem Smalltalk fragte mich der Einheimische dann, ob ich ihm helfen<br />
k&#246;nnte nach Deutschland zu kommen. Ich fragte ihn, wie er sich das vorstelle, ich habe auch kein<br />
Geld und nicht die M&#246;glichkeit. Doch er meinte meine Familie w&#252;rde doch sicher in Deutschland<br />
leben. Kurz und gut &#8211; mit einigen Notl&#252;gen zog ich mich aus der Aff&#228;re und gl&#252;cklicherweise<br />
wurde er dann angerufen und mein Bus kam<br />
Ich kann jedoch sagen, dass es f&#252;r mich sehr unangenehm war und ich Schwierigkeiten hatte den<br />
Mann abzuwimmeln und es fiel mir nicht leicht dem Mann klar zu machen, dass ich ihm leider<br />
nicht helfen kann.<br />
Ich habe also schon einiges in der ersten Zeit erlebt und werde sicherlich auch noch auf viele<br />
Erlebnisse treffen.<br />
Wie versprochen werde ich sp&#228;testens beim n&#228;chsten Bericht auch Fotos mitschicken, damit ihr alle<br />
einen Eindruck bekommt, wie es hier aussieht. Ich denke, dass man hierdurch einen Eindruck<br />
bekommt, der unvergleichbar ist und f&#252;r mich mit Worten schwer zu beschreiben ist.</p>
<hr /><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZW5zcy5ldS9ibG9nL25ldWlna2VpdGVuL21vbmF0c2JlcmljaHQjY29tbWVudC0yMQ==">19. Oktober 2008</a>, <a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5taXJhZGxvLmNvbS8=" rel='external' class='url'>Ute</a> writes: Wow, ein klasse Bericht, ausf&#252;hrlich und an vielen Stellen sehr aufschlussreich. Schade, dass jetzt alles in einem Beitrag ist, da ist es nicht so einfach auch mal Fragen zu stellen. 

Ich w&#252;nsch mir f&#252;r die weiteren Berichte, dass es nicht ganz soviel auf einmal ist.

An einigen Stellen musste ich doch schlucken, so klar kommt aus deiner Erz&#228;hlung die Stimmung r&#252;ber.

So auf Anhieb habe ich keine Fragen, du beschreibst deine Erlebnisse so deutlich, dass ich es leicht verstanden habe.

Aber sicherlich lese ich das in einigen Tagen nochmal.</li><li><a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZW5zcy5ldS9ibG9nL25ldWlna2VpdGVuL21vbmF0c2JlcmljaHQjY29tbWVudC0yMw==">29. Oktober 2008</a>, <a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5taXJhZGxvLmNvbS8=" rel='external' class='url'>Ute</a> writes: ...zum 11. September 2001
Ich war an diesem Nachmittag zum Kaffee bei einem Freund eingeladen. Zun&#228;chst dachte ich, er will mich ver&#228;ppeln und hat irgendein Video aufgezeichnet als die ersten Berichte kamen. Recht schnell wurde klar, dass es keineswegs so ist.

Erstmals seit ich mich erinnern kann, gab es f&#252;r den Rest dieses Tages in keinem Fernsehsender das angek&#252;ndigte Programm. Alle Sender brachten ausschlie&#223;lich Sondersendungen zu den Vorf&#228;llen.

Im Grunde war es egal was ich tat, Fernsehen, Radio, Internet &#252;berall gab es in den folgenden Tagen nur dieses eine Thema. Selbst in thematisch v&#246;llig anderen Bereichen, wurde pl&#246;tzlich nur noch dar&#252;ber diskutiert.

Trotz all dieser Informationskan&#228;le hatte ich nicht den Eindruck, dass es _unterschiedliche_ Informationen gab. Alle waren sich einig und standen zu 100% hinter der amerikanischen Regierung und ihrer Sicht der Lage.

Erst sehr viel sp&#228;ter, unter anderem durch den Film von <a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9GYWhyZW5oZWl0XzkvMTE=">Fahrenheit 9/11</a> von Michael Moore (2004) kamen Diskussionen und Berichterstattungen mit unterschiedlichen Sichtweisen auf.

Du hast schon recht, es w&#228;re sinnvoll sich zu jedem Ereignis sofort unterschiedliche Informationen zu besorgen, aber das ist je nach Thema und Zeitpunkt gar nicht so einfach. Das gilt selbst bei uns, ohne dass wir in Deutschland eine direkte Zensur haben, wie in manch anderen L&#228;ndern.</li><li><a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZW5zcy5ldS9ibG9nL25ldWlna2VpdGVuL21vbmF0c2JlcmljaHQjY29tbWVudC0yNA==">4. November 2008</a>, <a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy51dGVsZS5ldS9ibG9nL2ZhbWlsaWFlcmVzL3BhbGFlc3RpbmEtaW4tZGVyLWVyc3Rlbi1va3RvYmVyaGFlbGZ0ZS1ydWVja21lbGR1bmdlbi1kZXItZnJlaXdpbGxpZ2Vu" rel='external' class='url'>Pal&#228;stina in der ersten Oktoberh&#228;lfte ::: R&#252;ckmeldungen der Freiwilligen &raquo; uteles Blog</a> writes: [...] Insgesamt geht es bisher besser als bef&#252;rchtet, damit klar zu kommen, dass R&#252;diger in einem Krisengebiet steckt.  Meine Traumvorstellung ist es nach wie vor nicht, aber irgendwie sind doch immerhin schon rund zwei von zw&#246;lf Monaten rum. R&#252;diger schreibt nicht gerade regelm&#228;&#223;ig, aber wenn dann intensiv in seinem Blog, siehe den Monatsbericht. [...]</li></ul><hr /><h2>Related posts:</h2><ul>
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		<title>Abfahrt und Abflug in Richtung Pal&#228;stina</title>
		<link>http://www.henss.eu/blog/neuigkeiten/abfahrt-und-abflug-in-richtung-palaestina</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 07:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Konstanz]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute geht es los. Alles ist gepackt, ich werde um halbelf die Wohnung verlassen und mit Koffer zum Bahnhof in Konstanz aufbrechen. Mein Zug f&#228;hrt um 11:38 Uhr ab Konstanz nach Offenburg. Dort habe ich eine halbe Stunde Aufenthalt, um 14:30 Uhr geht&#8217;s weiter nach Frankfurt zum Flughafen, dort bin ich dann um kurz nach vier.
Wie es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute geht es los. Alles ist gepackt, ich werde um halbelf die Wohnung verlassen und mit Koffer zum Bahnhof in Konstanz aufbrechen. Mein Zug f&#228;hrt um 11:38 Uhr ab Konstanz nach Offenburg. Dort habe ich eine halbe Stunde Aufenthalt, um 14:30 Uhr geht&#8217;s weiter nach Frankfurt zum Flughafen, dort bin ich dann um kurz nach vier.</p>
<p>Wie es wirklich lief, wie es dort ist usw. gibt&#8217;s in n&#228;chster Zeit hier auf diesen Seiten&#8230;</p>
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		<title>Blogstart oder R&#252;digers erste Neuigkeit</title>
		<link>http://www.henss.eu/blog/neuigkeiten/blogstart-oder-ruedigers-erste-neuigkeit</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 07:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort ist der gesamte Webauftritt mit neuem Design online. Das bisher nur mal als Start gef&#252;hrte Blog, war ja noch ohne eine Software wie jetzt WordPress. Da ging es erstmal um&#8217;s Ausprobieren und sehen, wie es l&#228;uft.
N&#228;chste Woche startet R&#252;digers Jahr in Pal&#228;stina und er hat den guten Vorsatz dann regelm&#228;&#223;ig zu schreiben und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZW5zcy5ldS9ibG9nL3dwLWNvbnRlbnQvdXBsb2Fkcy8yMDA4LzA4L3d3d19oZW5zc19ldV9iaXNfOF8wOC5qcGc="><img class="alignright size-full wp-image-20" title="www_henss_eu_bis_8_08" src="http://www.henss.eu/blog/wp-content/uploads/2008/08/www_henss_eu_bis_8_08.jpg" alt="" width="400" height="250" /></a>Ab sofort ist der gesamte Webauftritt mit neuem Design online. Das bisher nur mal als Start gef&#252;hrte Blog, war ja noch ohne eine Software wie jetzt WordPress. Da ging es erstmal um&#8217;s Ausprobieren und sehen, wie es l&#228;uft.</p>
<p>N&#228;chste Woche startet R&#252;digers Jahr in Pal&#228;stina und er hat den guten Vorsatz dann regelm&#228;&#223;ig zu schreiben und auch immer mal Bilder zu ver&#246;ffentlichen. Deshalb gibt&#8217;s jetzt ein echtes WordPress-Blog mit allem was so dazu geh&#246;rt.</p>
<p>Tja und wie ihr schon richtig vermutet, nein  R&#252;digers erste Neuigkeit ist nicht von R&#252;diger, sondern von mir, auch gleichzeitig als Test, ob alles soweit passt.</p>
<p>Bisher sahen diese Seiten etwa so aus wie im Bild.</p>
<p>Das neue Layout seht ihr ja selbst. Die f&#252;r dieses Design genutzten Bilder stelle ich in einem weiteren Beitrag vor.</p>
<hr /><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZW5zcy5ldS9ibG9nL25ldWlna2VpdGVuL2Jsb2dzdGFydC1vZGVyLXJ1ZWRpZ2Vycy1lcnN0ZS1uZXVpZ2tlaXQjY29tbWVudC0z">25. August 2008</a>, <a href="http://www.henss.eu/blog/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5oZW5zcy5ldS9ibG9nL3Vuc29ydGllcnRlcy9sYXlvdXQtZGVzaWduLXVuZC10aGVtZS1hdWYtd3d3aGVuc3NldQ==" rel='external' class='url'>Layout, Design und Theme auf www.henss.eu &raquo; R&#252;diger schreibt&#8230;</a> writes: [...] Layout hier auf der Domain, war ja bisher wie im Artikel R&#252;digers erste Neuigkeit gezeigt. Das aktuelle Design gibt es aus zwei [...]</li></ul><hr /><h2>Related posts:</h2><ul>
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